Daniela Ryf über Siege und Selbstfindung
Shownotes
Daniela Ryf, zehnfache Triathlon-Weltmeisterin und eine der bedeutendsten Schweizer Sportlerinnen, gewährt Einblick in ihr Leben als Profi-Athletin: von harten Trainings und glanzvollen Siegen bis zu Rückschlägen und dem schmerzlichen Abschied vom Wettkampfsport. Was braucht es, um über Jahre an der Weltspitze zu bleiben? Und was treibt eine Ausnahmesportlerin an, immer wieder aufzustehen? Im Gespräch mit der NZZ-Sportredaktorin Eva Breitenstein spricht Daniela Ryf darüber, wie sie die neugewonnene Freiheit nutzt, und stellt ihre Herzensprojekte vor. Sie zeigt: Leben nach der Karriere bedeutet nicht Abschiednehmen, sondern Neugestaltung mit Leidenschaft, Verantwortung und Mut. Aufnahme: 8. Dezember 2025
Aufnahme: 8. Dezember 2025
Gast: Daniela Ryf, ehemalige Triathletin und 10-fache Weltmeisterin
Host: Eva Breitenstein, Sportredaktorin «Neue Zürcher Zeitung»
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Bild: © Challenge Roth
Transkript anzeigen
00:00:02:
00:00:15: Das Publikum.
00:00:16: Liebe Sportbegeisterte, liebe Daniela.
00:00:19: Ich heiße Sie ganz herzlich willkommen zu diesem Abend von NCZ Live und freue mich sehr dass wir uns heute Abend dem Sport widmen dürfen!
00:00:27: Ich bin Eva Breitenstein ich bin Sportjournalistin bei der NCZ und werde heute doch den Abend führen und im Anschluss an unser Gespräch haben sie selber noch die Möglichkeit Daniela Fragen zu stellen so etwa in den letzten zwanzig Minuten des Gesprächs.
00:00:43: Daniela Rief nimmt uns heute mit in die Welt des Langdistanztriertlons.
00:00:47: Sie war eine der erfolgreichsten Athletinnen der Disziplin, fünffache Weltmeisterin über die Ironman-Distance, die aus drei Kommarachkilometer schwimmen und einen Marathonlauf besteht.
00:01:01: Letztes Jahr ist sie zurückgetreten und wird uns heute unter anderem erzählen wie es ihr im Leben nach dem Spitzensport so geht!
00:01:12: Wenn du morgens aufwachst, wie fühlt sich das heute anders an als noch während der Karriere?
00:01:17: Ja danke viel mal für das nette Intro.
00:01:22: Das hat sich natürlich schon sehr viel verändert.
00:01:26: Ich fange den Tag immer noch ähnlich an und starte mit Sport einfach für die gute Routine aber es ist schon sehr viele anderes jetzt und genieße das Leben Vielleicht ein bisschen mehr, aber ich blicke natürlich auch zurück auf eine super Zeit während der Karriere.
00:01:48: Du hast gesagt du treibst immer noch täglich Sport.
00:01:51: wie sieht das bei dir heute aus?
00:01:53: Ja es ist schon deutlich weniger.
00:01:55: also wenn wir länger so früher habe ich so fünf bis sechs Stunden trainiert pro Tag also drei Einheiten.
00:02:01: jetzt sind das vielleicht je nachdem gut kommt vielleicht mal eine Stunde.
00:02:07: oder wenn es, wenn ich viel zu tun habe schaue einfach dass ich mal kurz zwanzig oder dreißig Minuten am Morgen joggen gehe.
00:02:15: Also deutlich weniger auch ein bisschen weniger Struktur.
00:02:18: Ich gehe einfach raus um in der Natur zu sein und genieße das extrem.
00:02:23: also ich sag mal ich brauche natürlich auch für den Kopf sicher einerseits aber auch so um mich gut zu fühlen merke ich schon wenn ich gar nichts mache dann komme Oder habe ich mehr Schwierigkeiten, da ein bisschen in die Gänge zu kommen?
00:02:38: Wenn ich einfach schon mal nur dreißig Minuten draußen war und morgen jetzt besonders ist zwar nicht immer schön aber bist du sicher wach wenn du da im Regen oder in der Kälte draußen bist.
00:02:48: Und dann geh ich dann oft eben fängt der Tag an und das heißt gehe nicht mehr schlafen nach dem ersten Training sondern ins Office.
00:02:59: Und wie schnell ist diese Umstellung auf das gemütliche Sportreiben gelungen?
00:03:05: Das ging erstaunlich schnell.
00:03:07: Ich glaube, der Mensch ist allgemein sehr veranlagt um Fault zu sein.
00:03:14: Also ich glaube es einfacher Fall zu werden als sportlich zu werden und von dem her habe ich das wirklich... also für mich war klar, ich will einfach nicht mehr messen Das heißt, ich schaue nicht wie schnell ich bin.
00:03:28: Ich glaube das würde mir dann wieder diesen Druck machen okay ja es bin jetzt zu langsam unterwegs sondern von dem so loszulassen ist mega.
00:03:37: also war für mich sehr wichtig dass sich einfach eben Sport macht für mich für das gute Gefühl und von dem er ist es für mich auch völlig ok.
00:03:46: also wenn ich mal loslaufe und gar nicht mag Ich marschiere manchmal auch.
00:03:52: Es ist schon vorgekommen, dass ich joggen gehen wollte und am Schluss habe ein Hike gemacht.
00:04:00: Mir geht es jetzt wirklich im Sport mehr darum, dass sich draußen bin und mich in die Natur komme.
00:04:08: Du musst das ja etwas früher zurücktreten weil du verletzt warst?
00:04:12: War das ein einfacher Übergang oder ein schlimmes Karriereende?
00:04:17: Weil du konntest wahrscheinlich am Schluss nicht mehr so viel trainieren.
00:04:20: Es ist eine gute Frage, weil eigentlich kann man denken ja es ist ein bisschen schwieriger gerade wenn man so das letzte Jahr nicht mehr super abschließen konnte.
00:04:28: aber ich konnte es relativ schnell auch relativieren.
00:04:31: also meine Karrieren war für mich schon... Ich habe viel mehr erreicht wie ich jemals geträumt hab und ich glaube Vielleicht hat es sogar geholfen, dass das letzte Jahr ein bisschen schwierig war.
00:04:45: Es war für mich dann einfacher loszulassen weil ich schon ... Ich wusste im Kopf war ich ready um eben diesen Schritt zu machen, dass ich etwas Neues machen will.
00:04:56: aber in dem letzten Jahr hat's mir dann auch gezeigt, dass vielleicht mein Körper auch ready ist.
00:05:01: Das war eigentlich ganz eine gute Nachricht, obwohl das letzte Jahr für mich schwierig war.
00:05:07: Es hat nicht so viel Spaß gemacht natürlich wenn man so lange verletzt ist und noch mal alles versucht.
00:05:14: aber trotzdem jetzt im Nachhinein würde ich sagen er hat mir geholfen um loszulassen weil es wirklich die Bestätigung von beiden Seiten war.
00:05:24: Aber jetzt mal ganz ehrlich manchmal kommt der sportliche Ehrgeiz doch noch irgendwo oder?
00:05:32: Ja, es geht.
00:05:34: Klar, wenn man ein Sportler war, dann ist man ehrgeizig.
00:05:40: Die Charaktereigenschaften muss man nicht das Gefühl haben, die kann man einfach ablegen.
00:05:47: aber ich habe einen guten Weg gefunden meinen Ehrgeitz oder meine Motivation und meine Passion wie sagt man so?
00:05:59: etwas zu tun, etwas vorwärtszubringen.
00:06:02: Das mache ich jetzt in meinen Projekten und das macht mir unglaublich Spaß.
00:06:07: aber eigentlich jetzt... also ich habe wirklich im Moment kein Bedürfnis mich irgendwo zum messen.
00:06:13: Also das hab' ich wirklich ganz komplett im Moment abgelegt.
00:06:16: vielleicht kommt's dann irgendwann mal wieder Aber für den Moment ist es wirklich... Eigentlich hat er ein bisschen auch zum Selbstschutz weil ja wenn du mal Also ja, ich war schon ziemlich schnell oder ziemlich fit und
00:06:33: ich weiß
00:06:33: auch, dass es wie viel Arbeit es war da hinzukommen.
00:06:37: Und das wäre natürlich absolut unrealistisch, statt das Gefühl zu haben, ich kann jetzt wieder irgendwo in dieses Level kommen und einfach so irgendwo ein jetzt zum Beispiel einen Rennen... also viele fragen mich, wieso machst du nicht den einfachen Rennen zum Plausch?
00:06:51: Aber ja, Ich bin da wirklich vermutlich ein bisschen anders gestrickt.
00:06:56: Mir macht es einfach mehr Spaß, wenn ich so alles heraushole und im Moment bin ich nicht bereit.
00:07:03: Also das ist eigentlich eher der Fakt dass ich nicht bereit bin jetzt voll noch zu trainieren was ich dann rennen machen kann genau Und muss ich ganz ehrlich sagen also ein Iron
00:07:13: Man
00:07:14: würde ich mit einer Stunde oder halbe Stunde pro Tag Training vermutlich nicht machen wollen, weil da haben wir sicher ein paar Gäste hier drin die wissen dass es ein bisschen mehr Training braucht um einen Ironman zu überstehen.
00:07:29: Auf deine Projekte was du alles heute machst kommen wir später noch zu sprechen.
00:07:33: aber ganz generell was hat dich am Leben nach dem Spitzensport am meisten überrascht und vielleicht auch herausgefordert?
00:07:43: Ja also was mich sicher herausgeforted hat oder immer noch herausfordert ist, so diese vielen Impulse von außen.
00:07:54: Also als Spitzensportler hast du eine Aufgabe zu trainieren und zu erholen.
00:08:00: Und das heißt, du bist wirklich ein bisschen in einem Tunnel und versuchst eigentlich alles wegzumachen.
00:08:09: Jetzt habe ich eben viele Projekte, mache viele verschiedene Sachen für den Kopf schon deutlich anstrengender.
00:08:19: Man sagt ja, die Spitzenporten sind extrem, wie sagt man?
00:08:24: Ja also es ist eine harte Job aber ich finde neun Stunden in einem Office zu sitzen im Moment gerade so anstrendend wie vielleicht ein Anstrenger der wir einen fünf Stunden Rad zu fahren weil das einfach etwas ist was ich mir noch nicht so gewöhnt bin.
00:08:39: Musst du dir das erholen lernen neu lernen.
00:08:44: Ja, das ein Punkt wo auch eine Herausforderung sich jetzt so nach dem Spitzensport ist dass wenn man Spitzendbordel ist der Tierholung Teil des Jobs heißt.
00:08:56: ich habe trainiert am Morgen da bin ich wieder schlafen gegangen hab eigentlich zweimal pro Tag habe ich einen Mittagsschlaf gemacht weil es einfach die beste Erholung ist wenn man hart trainiert.
00:09:07: und Jetzt muss Ich mich eher mal zwingen zu sagen jetzt muss ich Pause machen und es ist weniger klar, wenn man im Alltag arbeiten kann.
00:09:19: Man hat viele Dinge die man machen will.
00:09:22: Die Welt ist eigentlich so neu offen für mich, weil früher habe ich gar nicht überlegt soll ich da jetzt hingehen oder nichts?
00:09:29: Für mich war klar, nein ich kann nicht, die muss trainieren.
00:09:31: Jetzt kann ich viel mehr unternehmen.
00:09:34: aber das heißt auch es gibt viel mehr Ablenkung eine neue Erfahrung.
00:09:42: Also es dann viel mehr Reize, die man vielleicht sich ja nicht so gewöhnt ist und... Man muss dann eben viel spezifischer auch sagen hey heute bleibe ich mal zu Hause mache nichts weil der Körper das und auch den Kopf natürliches auch braucht.
00:09:57: Wobei helfen dir diese Erfahrungen aus dem Sport?
00:10:02: Ja ich glaube so dass Das dranbleiben, das ist schon etwas, was mir enorm hilft auch jetzt.
00:10:09: Ich glaube Sport ist absolut eine Lebensschule die gewisse Härte oder auch wenn es mal nicht so läuft oder nicht alles nach Plan geht dass man dann eben nicht gerade den Kopf in den Sand steckt.
00:10:23: Das kann man ja im Sport natürlich sehr brutal mit Druck umzugehen.
00:10:28: also ich glaub Ich glaube, ich werde nie mehr so viel Druck haben wie vor dem Start von Iron Man in Hawaii.
00:10:37: Auch jetzt setze ich mich selber unter Druck.
00:10:39: Also ich glaube es ist auch ein bisschen vielleicht ein Persönlichkeitsmerkmal.
00:10:43: also das nicht nur der Druck ist ja nicht nur von außen sondern man macht ihn ja sich selbst und ich fühle manchmal schon auch noch Druck.
00:10:54: aber so dieser zu wissen, hey man hat eine Möglichkeit und du musst abliefern mit Olympia und Olympischen Spielen.
00:11:03: Erst in vier Jahren hast du wieder Zeit abzuliefen.
00:11:08: Wenn du eine Präsentation einmal nicht so gut machst dann weißt du, dass du nächste Woche wieder eine Chance hast.
00:11:13: Also sag mal die extremen Momente wo du wirklich liefern musst sind im Sport natürlich schon ein bisschen vom Druck fühlen sich ein bisschen intensiver an ist vielleicht als CEO auch ein bisschen anders.
00:11:28: Da bin ich noch nicht!
00:11:31: Ja, dann gehen wir mal zum Sport zurück.
00:11:34: du warst kürzlich auf Hawaii bei der Almen WM zum ersten Mal auf der anderen Seite als Zuschauerin.
00:11:40: Wie war das für dich?
00:11:43: Es war erstaunlich.
00:11:45: Ich habe es wirklich genossen und glaube, das ist auch ein Zeichen.
00:11:48: Das war der richtige Zeitpunkt, dass ich zurückgetreten bin.
00:11:53: Klar, wenn ich die Athletinnen auf der Queen-Kade oder auf dem Highway sehe, da bekomme ich immer noch so diese Energie und diese Freude und Excitement aber auch eine schöne und positive Art.
00:12:09: Ja, auf eine neue Art konnte ich da mitfiebern.
00:12:13: Ich habe ja auch kommentiert für Almen.
00:12:14: Das heißt, ich war auch schon irgendwo, ich glaube um halb vier oder vier, war ich schon vor Ort das erste Interview gemacht und dann auf dem Boot den Start kommentieren.
00:12:26: Und es war für mich wirklich erstaunlich wie ich das ... Ich hatte mega Freude dazu sein und das war eine schöne ... Schönes Erlebnis.
00:12:36: Und dann hat noch, also ich bin ja auch für Feldbicycles, bin ich eigentlich angestellt für das Sales in der Schweiz.
00:12:46: Also ich bin da eine Hälfte des Handler-Netzwerks aufzubauen.
00:12:50: aber es ist ein bisschen mein Problem dass sich dann ein bisschen noch andere Sachen macht und das heißt die Solvay LoveServe habe ich eigentlich... Ich hab dem Marketing Manager gesagt hey!
00:13:03: im Sommer gesehen in Hamburg und gesagt, hey die musst du unbedingt jetzt unter Vertrag nehmen.
00:13:08: Und wir hatten sie unter Vertraget genommen und dann hat sie Hawaii gewonnen und das war wirklich so fast wie ein Sieg für mich.
00:13:15: also es war wirklich mega schön da auf der anderen Seite mitzufallen.
00:13:21: Wie hat sich der Sport oder die Disziplin verändert seit du zum ersten Mal einen Ironman gemacht hast?
00:13:30: Ja, die Entwicklung ist schon enorm!
00:13:32: Das war ja aus dem Jahr Wenn man da Bilder anschaut vom Rennen in Hawaii, dann bin ich noch mit dem Top und den... Also ich habe glaube sogar noch die Virathose gewechselt.
00:13:43: Mit dem Teiz gelaufen haben wir einen absolut totalen Sonnenbrand geholt also wirklich nicht gut.
00:13:53: Ich hoffe, ich spür's da nicht später einmal.
00:13:56: Aber trotzdem, also die Anzüge natürlich haben sich enorm entwickelt mit dem Aero-Testing.
00:14:04: Also viel schneller geworden.
00:14:06: Man kann nur mit dem Anzug schon zehn, fünfzehn Watt sparen dann die Cockpits oder auf dem Rad ist jetzt alles drei Däger an deine Arme.
00:14:18: Ja, gedruckt sozusagen oder einfach schön dass es alles schon passt.
00:14:21: und ja also die das Material hat schon einen enormen Fortschritt gemacht.
00:14:26: Und da sieht man auch an den Zeiten natürlich.
00:14:29: Also ich glaube, im Jahr zwei Tausend vierzehn wurde ich zweitämt mit neun Stunden und vier und zehn Jahre später haben irgendwie zehn Athletinnen waren unter neun Stunden und jetzt der Rekord ist ja bei acht vierundzwanzig oder zwanzwanzig sogar.
00:14:45: Ja, also reden wir von vierzig Minuten oder ist schon extrem.
00:14:49: Und die Laufschuhe natürlich?
00:14:51: Also die Karkenplates kann man auch noch gerade mal fünfzehn Minuten wegnehmen weil ja das wenn du auf dem Trampolin läufst schon ein bisschen anderes Gefühl.
00:15:02: Da konnte ich ja zum Glück auch davon profitieren.
00:15:05: Läufst du auch mit denen morgens bei deiner Joggingwunde?
00:15:08: Nein!
00:15:09: ich meinen Gelenk nicht an.
00:15:11: Also, ich würde das jetzt nicht empfehlen, das für dreißig Minuten easy zu benutzen.
00:15:15: aber wenn man einen neuen Pi... also wie sagt mein Personal Test auf zehn oder fünf Kilometer oder auch im Marathon machen will ja dafür spürt man schon einen Unterschied.
00:15:24: Also gezielt einsetzen würde ich empfehle.
00:15:28: Du hast jetzt viel vom Material gesprochen.
00:15:30: so wie man das Training angeht entwickelt sich auch immer weiter du macht.
00:15:35: es ist nicht somit zu vielen Daten und Werten zu arbeiten.
00:15:39: Coach hat viel auf das Gefühl und gerade angepasst.
00:15:44: Wäre es heute noch möglich oder muss man jeden Leistungswert möglichst auswerten und entsprechend trainieren?
00:15:54: Ja, es ist spannend dass du das sagst weil das stimmt ich habe eigentlich ohne viele Daten trainiert Ich habe aber das eigentlich immer geliebt.
00:16:05: Also ich hab extrem gern gemessen und auch wenn ich, ich hätte da, ich wäre da ein bisschen crazy gegangen, wenn ich mein Coach mir gesagt hat ja es machst du unbedingt super!
00:16:16: Aber der Grund, wieso ich's nicht gemacht habe ist eher weil es mich beeinflusst hat.
00:16:21: Das heißt ich hab dann fast zu viel also fast so wie sagt man Obsessive also zu ... Ja zu fest mich fokussiert auf diese Daten.
00:16:33: Und wenn du jeden Tag einen Weltrekord brechen willst, es geht nicht oder und da hat er mich auch missen versucht zu schonen.
00:16:41: also dass ich dann nicht in dieses rabbit hole reingehe und ich glaube auch auf das Gefühl zu hören ist enorm wichtig.
00:16:48: also ich sag mal du hast gefragt ist es heute noch möglich ohne alles zum messen gut zu sein?
00:16:55: ja absolut aber klar es gibt natürlich schon... Also für mich zum Beispiel warten Eigentlich die Klassik, einfach Herzfrequenz war immer extrem wertvoll in Bezug auf das Gefühl.
00:17:08: Und auch bei den Wattzahlen ist es eigentlich genau das Gleiche.
00:17:11: also wenn man es relativieren kann hey heute bin ich müde Es ist okay dass sich siebzig Watt weniger puschen kann dann ist das natürlich super.
00:17:22: aber wenn man irgendwie ja nicht so gut damit umgehen kann und dann vielleicht versucht, herz zu pushen was man sollte.
00:17:31: Dann ist es vielleicht auch nicht immer die richtige Lösung.
00:17:33: aber also sicher eine gute Hilfe.
00:17:37: und gleichzeitig bin ich immer noch der Überzeugung dass wenn man in einem Rennen ist das man einfach aufs Gefühl auch hören sollte.
00:17:46: Sogar auch die Norweger sind bekannt wir machen enorm viel mit Messen.
00:17:53: Auch sie haben ein unglaublich gutes Gefühl für, wie hart muss ich pushen und wie... Ja am Schluss ist es nicht hast du deinen Plan eingehalten sondern wer ist der schnellste?
00:18:04: Und da bringt's dir dann nicht wenn du weißt ah mein Coach hat mir gesagt das muss so viele Watte drücken.
00:18:09: Du hast es geschafft aber der andere hat noch ein bisschen mehr gedrückt.
00:18:12: also Am Schluss ist ein Game einen Rennen ist immer auch im Spiel und dann musst du halt auch einmal ein bisschen übers Limit gehen.
00:18:22: Ich glaube, ich habe mir geholfen da eben auch mich nicht so fest zu nageln an einem Plan sondern auch müssen Freiheit zu haben.
00:18:32: Also ich glaube wenn ich da zum Teil gewusst hätte wie viel Watt ich gedrückt habe im Jahr zweitausend und fünfzehn oder auf vierzehn dann hätte ich gedacht ich kann gar nicht mehr laufen danach.
00:18:44: also das wäre dann fast so vor allem für Leute die am Rennen besser sind wie im Training.
00:18:50: Ich war immer so, ich konnte niemals die Leistung im Training erbringen, die ich in den Weckkampf konnte also es war meilenweit entfernt.
00:18:58: Also wenn ich da in Marathon laufen müsste nach irgendwie auch noch hundert Kilometer, dann werde ich nicht dahin gekommen.
00:19:06: und umso mehr ist es dann schwierig ein Plan zu machen weil halt die Leistungen im Tag X, wenn man noch miteinander eine Aline hat und einfach bereit ist noch ein bisschen mehr aus sich herauszuholen, dann kann man auch noch ein paar Prozent eben höher gehen als man eigentlich denkt dass man kann.
00:19:26: Ja in diesen Zeiten wo du wirklich was alles geworden hast, wo du auch überlegen gewonnen hast fühltest du dich dort einfach unbezwingbar?
00:19:40: Nein niemals nein wirklich nicht.
00:19:42: ich hatte auch bei meinen besten seiten immer ein relatives Ich will jetzt nicht sagen, ich sage es mal so Zweifel.
00:19:51: Aber ich war mir nie hundertprozent sicher und ich glaube das war auch ganz gut so weil das hat mir eigentlich geholfen dass ich immer im Drange blieben bin und ich wusste auch wenn du nicht alles raus holst, dann bist du zwanzig Minuten längsamer und dann bist Du nicht mehr vorne.
00:20:09: Und das war mir immer sehr bewusst vielleicht manchmal fast ein bisschen zu bewusst weil ich dann schon auch schauen muss dass sich da nicht mit meinem Selbstzweifel mich plötzlich noch tiefer gemacht habe als ich eigentlich bin.
00:20:22: also auch zwei, zweitausend siebzehnt Beispiel hab ich schon dreimal gewonnen oder zweimal?
00:20:29: Ja zweimal ist das dritte mal.
00:20:32: Ich weiß, ich bin da nach Weigang.
00:20:34: In diesem Jahr hatte ich ein bisschen Rückenprobleme und
00:20:39: ich
00:20:40: habe gedacht, dass ich nicht gewinnen werde.
00:20:43: Das hat mir immer geholfen zu wissen, du hast nichts aufsicher.
00:20:49: Du musst das jedes Mal wieder zeigen!
00:20:51: Es war mir immer sehr bewusst.
00:20:54: Braucht ihr dadurch aber auch ein Coach oder einen Umfeld, das mir auch immer mal wieder gesagt hat.
00:21:00: Doch du kannst es!
00:21:01: Das war für mich wichtig.
00:21:04: und da gibt's sicher andere Athleten, denen man eher sagen muss hey komm mal ein bisschen runter ich war eher die, die man ein bisschen aufpeppeln musste so okay du hast den Griff oder auch mit Athleten zu trainieren, die auch gut sind vor allem Männer wenn ich wusste hey trainiert habe, das hat mir schon auch natürlich Selbstvertrauen gegeben.
00:21:25: Also selbst Vertrauen ist wichtig aber zu sicher zu sein würde ich sagen wirkt sich dann eher negativ aus
00:21:35: und im Rennen selber gab es das schon dass sich das auch mal sehr leicht anfühlte Oder war das immer ein Kampf?
00:21:43: Nein, zum Glück hat es auch mal ein paar Rennen gegeben was ich es wirklich leicht anfielte.
00:21:48: Ich muss mich niemandem erzählen Iron Man ist nicht leicht aber es gab schon zwei Rennen in meiner Karriere wo ich so einen Tag erwischt habe wo alles aufgegangen ist.
00:22:02: vielleicht drei Nein, zwei.
00:22:05: Weil achtzehn war ja die Qual.
00:22:06: Aber sechzehn
00:22:08: ...
00:22:08: Daher kommen wir sicher noch zu ...
00:22:10: Ja, jedenfalls!
00:22:12: Ja, das war wirklich so in Hawaii auch an der Ironman-Meisterschaft da.
00:22:18: Wenn ich geschwommen ist hat sich einfach gut angefühlt eine Gruppe drin zu sein dann aufs Rad.
00:22:24: Ich habe mich gefühlt so dass ich unter Kontrolle In Kontrolle bin, dass ich die anderen in Kontrolle habe und mich einfach gut fühle.
00:22:33: Und dann bin ich losgefahren waren alle weg und im Laufen einfach auch ein gutes Gefühl zu haben.
00:22:41: Aber man muss schon sagen, es ist enorm selten.
00:22:44: Ich habe ja schon in meiner Karriere – das war jetzt doch fast ca.
00:22:48: von zwanzig Jahren.
00:22:51: In der letzten zehn, langen Distanz-Karriere waren vielleicht elf Jahre, also zwei Rennen.
00:22:56: Und dann noch die Challenge Road, wo ich den Weltrekord gemacht habe.
00:22:59: Da war einfach alles, wie sagt man, flawless?
00:23:04: Das ist das schönste Gefühl, wenn man trainiert zu hart.
00:23:08: Die harte Arbeit ist sowieso immer das Training und wenn du dann im Weckkampf bist und einfach alles zusammenstimmt, dass schon eigentlich das beste Gefühl, was man haben kann.
00:23:20: Man kann es auch sicher arbeiten.
00:23:23: Wenn man einen schlechten Start hat, dass dann das ganze Rennen schlecht ist natürlich nicht.
00:23:29: aber so dieses Gefühl... Paul zu haben in den Beinen.
00:23:35: Ja, das ist schon ein schönes Gefühl und dann eben das über eine lange Zeit durchzuziehen.
00:23:43: Kann ich mir das nicht vorstellen?
00:23:44: Das ist eigentlich
00:23:45: der Grund, wie es euch... ja also vielleicht, ich glaube man hat ja schon, man spürt ja auch ein bisschen, dass es weh tut aber Das ist eigentlich das Gefühl, worauf man hintrainiert oder dass man diese Power fühlt im Weg kam.
00:24:11: Für mich war immer das Ziel zu haben und nicht so einfach
00:24:17: zweimal.
00:24:18: Nicht auf jeden Fall gut!
00:24:20: Es wurde auch oft geschrieben und es war bekannt dafür zu diesen Zeiten, dass du dich wie keine andere in diesem Tunnel begeben konntest Quellen konntest.
00:24:32: Wann hast du gemerkt, dass das eine Stärke von dir ist?
00:24:35: Da vielleicht noch ein bisschen mehr geben kann als andere.
00:24:39: Ja, schwierige Frage!
00:24:41: Weil ich weiß gar nicht ob mich mehr Quellen konnte wie andere.
00:24:46: Schwierig zu sagen, ich kann es ja nicht messen aber... Ich glaube was mich... Ja, ich glaub es irgendwo ein bisschen so passiert oder ich glaube es gar nicht, dass Quellen das mich irgendwie an... Also dass ich das gemocht hatte, sondern mehr dass ich ein Ziel hatte und dann einfach wusste was darauf hin gearbeitet habe.
00:25:09: Das hat sich da ein bisschen eingeschlägt.
00:25:10: also am Anfang als Juniorin oder Jugendathletin wollte ich einfach so gut sein wie meine ältere Kollegin.
00:25:17: die war drei Jahre älter und wenn du fünfzehn-sechzehnt bist ist es natürlich ein grosser Unterschied.
00:25:23: und dann plötzlich war ich in Europa Meisterin im Junioren.
00:25:28: Da war klar, ich versuch da an die WM zu kommen.
00:25:32: Und dann irgendwann bist du Profi und ... Ich weiß gar nicht!
00:25:37: Ich hab's gar nicht so angesehen als dass ich jetzt irgendwie mich quäle sondern einfach ... Ich wusste es der Weg zum Ziel und für mich war's gar nie.
00:25:46: vor allem am Beginn der Karriere war das nie eine Qual.
00:25:49: Es hat auch Spaß gemacht.
00:25:50: also wir hatten mit dem ersten Club mit den Wildcats in Basel.
00:25:55: Das war so mein erster Jugendclub und da ging ich hin, weil meine beste Kollegin da war und ich tolle Freunde hatte und wir haben dann hart trainiert.
00:26:07: aber es war einfach cool damit zu machen und vielleicht irgendwann hat sich das dann... Ja, schon gezeigt.
00:26:14: Auch das mit dem Rollentraining.
00:26:15: für mich war es einfach klar dass ich lieber auf die Rolle gehe als jetzt bei diesem Wetter Rad fahren.
00:26:21: aber vielleicht ist ja da gibt's auch andere Menschen.
00:26:24: also ich glaube für mir war die Effizienz wichtig.
00:26:29: Das heißt wenn ich auf der Rolle zwei Stunden trainiert habe hatte ich einen besseres Training als drei Stunden ein bisschen bei roten Ampeln stoppen, GO zu machen und das war für mich so der Grund.
00:26:43: Okay klar dann mache ich zwei Stunden da muss ich nicht drei Stunden in die Kette und irgendwann habe ich einfach auch sicher... Ich weiß nicht es ist für mich schwierig zu sagen weshalb ich das gut konnte aber ich glaube für mich war immer klar das Ziel im Fokus.
00:27:00: freiwillig einfach auf die Rolle und da drei Stunden habe ich an die Wand geschaut.
00:27:05: Aber das hat dann schon gereicht, dass Ziel vielleicht noch Monate weg ist so auf der Rolle?
00:27:09: Ich weiß nicht, die meisten von Ihnen kennen das ja vielleicht auch und die meisten geben nach einer Stunde auf und dann hat man es irgendwie so gesehen.
00:27:17: also das hat denn schon gereist, dass du dieses Ziel hart bist Oder hattest du dann schon noch deine mentalen Tricks wieder, diese Einheiten?
00:27:25: Ja
00:27:26: sicher.
00:27:26: Ich habe mich motiviert an kleinen Fortschritten.
00:27:29: also für mich war immer wichtig eine Saisopause zu machen weil nur wenn du ein bisschen unfit wirst realisierst du wie schön es ist fit zu sein.
00:27:40: und wenn du dann wieder startest Dann bemerkst du so schnelle Fortschritte.
00:27:45: und das war für mich immer wieder ein schönes Ja, Schönzug bemerken dass man Fortschuhte macht weil wie besser man wird desto kleiner werden diese schönen Momente wo man sagt wow so schnell war ich noch nie.
00:27:57: Und klar dann wenn ich also natürlich hilft einen Training zu haben Wenn Du ein Coach hast der es dir sagt hey das ist das Training so wird's du gut.
00:28:05: Dann hältst du dich an dem fest und dann wenn da steht Neun mal drei Minuten machst du es so gut wie möglich.
00:28:13: Das war für mich einfach klar.
00:28:17: und dann, wenn's jetzt so drum ging, wenn ich eine Stunde oder irgendwie halb bis dreißig Minuten hart auf der Rolle gemacht habe, hab' ich mir natürlich schon so auch visuell überlegt also mich das vorgestellt, wie ich da halt auch im Rennen einfach auf einer Grade bin.
00:28:33: Auch natürlich viel Hawaii im Kopf gehabt hat und wirklich das Ziel auch ein bisschen vor Augen gehabt.
00:28:40: Ja, am Schluss einfach versucht jeder, wenn ich neunmal drei Minuten gemacht habe mich mit dem Puls.
00:28:48: Ich mein zum Teil hab' ich dann auch Watt gesehen also auf der Rolle noch eher Dann einfach da dich reinweisen und dann wenn du es... ja für mich war immer so das ist der Gedanke wenn ich jede Repetition so gut wie möglich machen, auch wirklich durchziehen.
00:29:07: Also auf dem Laufbahn ein gutes Beispiel wenn du da irgendwie achtzehn KMH läufst und du weißt... Wenn jetzt diese fünf Minuten noch schaffst!
00:29:17: Ich habe mich dann so ausgetrickst, oder ich habe mich halt zehn, zehn, also zehn Minuten Medium, Modern Math.
00:29:23: Und am Schluss oder zum Teil auch fünfzehn Minuten, fünfzehnt, fünf ... Oder zwanzig, zwanzigg, zwannzig und das ist mental natürlich mega hart.
00:29:30: Du startest zügig und dann hast du zwanzige Minuten eigentlich schon ziemlich hart, fast schon Race-Pace.
00:29:36: Und die letzten zwanzigen Minuten auf dem Laufbahn sind einfach so hart.
00:29:40: Also Puls, Hundert neunzig bei mir, wirklich hart!
00:29:44: Und dann startest du und du hast zwei Minuten durch und denkst, ich kann nicht mehr.
00:29:49: Dann habe ich mich schon ... Ich habe mir überlegt, zwanzig Minuten, dann überlegst du vier mal fünf.
00:29:54: Also okay mach's einfach mal fünf!
00:29:57: Und dann ist das Ziel einfach auf zehn zu kommen.
00:30:00: Wenn du zehn schaffst, dann hast du schon was erreicht.
00:30:04: Und nach zehn wusstest du auch jetzt hab' ich eigentlich schon die Hälfte.
00:30:08: Und wenn ich das überlebt hab', dann ja überleb' ich sicher noch fünf.
00:30:12: Und wenn du dann, dass sie nach fünf zu gehen und dann weißt du okay jetzt geht es.
00:30:17: Wenn du das jetzt durchziehst, dann gewinnst du Hawaii oder nicht?
00:30:20: Also ich habe mich schon auch ein bisschen psychisch aufgehyptet, dass wenn ich das jetzt noch durchziehe wird das die Entscheidung sein ob ich Hawaii gewinne oder nicht.
00:30:28: Spannend, ja!
00:30:30: Bisschen Mental Games nennt man das glaube ich.
00:30:33: Ja,
00:30:34: da machst du offensichtlich einen Meister drin.
00:30:36: Das
00:30:37: braucht's natürlich schon, also wenn man wirklich so intensiv Tief gehen muss und man ist ja dann am meisten auch schon müde vom vorderen Training.
00:30:48: Ja, würde ich schon sagen dass es macht halt wirklich der Unterschied ob man einfach ein bisschen gut trainiert oder wenn's hart ist einfach wirklich hart trainiert.
00:30:58: das macht dann der Unterschied aus ob man das nächste Level erreicht.
00:31:03: Du hast mal in einem Interview gesagt es ist schon ein bisschen länger her sich in diesen Tunnel zu begeben nicht mehr ablenken zu lassen die Wochen vor dem Meckkampf und so.
00:31:13: Sie stört ein bisschen zu Köln, das sei einfacher wenn es dir nicht so gut gehe in deinem Leben.
00:31:19: Das habe ich mir nie gefragt wo du das gesehen hast.
00:31:22: also...
00:31:24: Kommt ihr das nicht mehr bekannt vor?
00:31:25: Nein!
00:31:26: Nicht so extrem!
00:31:28: Also ich hab eher im Kopf dass wenn du ... also wenn es dich nicht sehr gut geht und du im Tunnel bist ist es eher schwieriger.
00:31:36: aber Ja, was manchmal schon, also was ich schon auch manchmal schwierig fand ist so wie bis diesen Tunnel und irgendwann wird alles ein bisschen extrem.
00:31:44: Und da war es schon immer wichtig, weil ich bin eigentlich als Person habe ich schon gerne mal müssen leben.
00:31:52: Also sagen wir einfach nur zu Hause sein und zu trainieren, schlafen, essen.
00:31:57: War jetzt nicht mein... der Lifestyle, den ich gefeiert habe.
00:32:03: Aber ich hab gewusst die letzten drei Monate muss sich auch schauen, dass ich da nicht noch zu viele Sponsoren-Events mache und dort noch auf irgendwo hingehe.
00:32:12: Und einerseits braucht es das.
00:32:15: aber es war dann mental natürlich schon auch zum Teil eine Herausforderung weil man hat einfach wirklich keine Ablenkung hat.
00:32:23: Ich kann gut sein, ich hab das mal irgendwo gesagt haben Ja, wenn es nicht so gut läuft.
00:32:32: Weil du halt dann dich nicht wirklich ablenken kannst und wir haben da sicher die Freunde geholfen, Familie auch.
00:32:40: aber ja es ist manchmal schwierig eben wenn das halt alles so im Kopf ist dass den eben wegzulassen.
00:32:49: also für mich zum Beispiel war damals wo ich so lange krank war mit dem Magen in Seoul nach diesem Rennen am Weltköp.
00:33:00: Und da habe ich dann irgendwann, da konnte ich über ein Jahr nicht nur richtig trainieren.
00:33:06: Mir war jeden Tag mir übel und ich wusste nicht richtig wieso und bin nach zurück in die Schweiz gegangen.
00:33:13: Ich war damals in Australien im Training und habe mich dann auch entschieden dass sich ein Studium mit der Anfange einfach missen einen Ausgleich zu haben.
00:33:24: und das hat mir extrem geholfen weil ich dann plötzlich ... Der Fokus war nicht mehr Ich muss besser werden oder ich muss jetzt trainieren, mir geht es nicht gut.
00:33:34: Sondern wann musst du die nächste Präsentation abgeben?
00:33:38: Oder irgendwie Vortragen machen?
00:33:41: und das hilft dann auch ein bisschen den Fokus von diesem Tunnel wegzunehmen.
00:33:50: In welchen Momenten ist dir so der innere Schweinehund begegnet?
00:33:58: Ja, ganz oft.
00:33:59: Also eigentlich jeden Tag muss ich hier rein oder zweimal.
00:34:02: Aber ja... Ich glaube normal wenn man dreimal am Tag hart trainiert ist es klar dass man müde ist und dann ist es auch klar das man nicht immer Lust hat zum Trainieren.
00:34:15: also das war relativ vor allem der Start.
00:34:20: Ich sage immer so du bist müde musst dich wieder aufraffen.
00:34:24: dann ja ein bisschen Koffein sicher viel Rappel und auch Koffe getrunken, aber immer spezifisch eingesetzt.
00:34:33: Also nicht unbedingt am Abend, aber dann eben vor dem Training... also Zucker hilft da auch ziemlich gut!
00:34:39: Ich will jetzt nicht Zucker promoten, aber wirklich so kurz vor dem training wenn du wirklich müde bist, da hilft eigentlich Zucker relativ gut.
00:34:48: Und dann fängst du an und ja ich würde sagen die ersten zehn Minuten sind immer die schwierigsten oder das Anlaufen.
00:34:58: Mir hat es natürlich schon extrem geholfen zu wissen, dass das mein Job war.
00:35:05: Wenn du ins Office gehst, hast du auch nicht immer Lust aber du gehst weil du weißt irgendwie ja es ist dein Job, deine Aufgabe und für mich war das schon auch.
00:35:13: ich sag mal jetzt ist es manchmal schwieriger den inneren Schweinehund überwinden da rauszugehen wenn's nicht so schön wetter ist weil ich eine Wahl habe.
00:35:21: aber wenn du Profisportler bist Ja, hast du nicht wirklich eine Wahl?
00:35:28: Wenn du mit der Einstellung Profi-Sportler bist, dass du Weltmeister werden willst, gibt es natürlich auch andere.
00:35:34: Aber das war immer meine Anspruch!
00:35:40: Und wenn wir vom Gegenteil sprechen, was an dem ganzen Setting des Spitzensports hat am meisten Spaß gemacht?
00:35:51: Es ist schon die Leute, die man kennenlässt.
00:35:54: Ich meine, ich habe meinen besten Kollegen im Sport kennengelernt.
00:36:01: Ich habe mein guter Freund kennengelernen der Jan.
00:36:06: mit dem arbeite ich heute noch.
00:36:08: Meine Kollegin bin nicht das Gott von ihrer Tochter.
00:36:11: Mit vierzehn haben wir zusammen trainiert.
00:36:14: also glaube sport verbindet enorm und Das hab ich auch immer extrem geschätzt.
00:36:19: und dann sicher auch Ja, die Kulturen, die du dann auch kennenlässt.
00:36:24: Also ich habe in Australien trainiert, ich hab in Spanien trainieren.
00:36:27: Ich bin viel gereist und habe so mit ganz verschiedenen Menschen zusammengearbeitet.
00:36:33: Und das ist enorm bereichernd und sicher auch viele Sponsoren auf der ganzen Welt da Leute kennengelernt, die mir auch Dinge mit auf den Weg gegeben haben.
00:36:51: Im Triathlon kommt man an schönen Orten.
00:36:54: Das kann man wirklich sagen.
00:36:56: Schwimmen ist vielleicht ein bisschen härter, weil da bist du immer in der Halle.
00:37:02: Kommst du auch in Städte?
00:37:03: Aber schön am Triathlon ist, hast oft irgendwo so ... Ja, es hat sicher ... Es hat immer ein Gewässer und das ist eigentlich die Voraussetzung für den Triathlon.
00:37:15: Und das heißt es auch meistens einen schönen Ort.
00:37:19: Gibt es etwas, wenn du auf die Karriere zurückblickst und heute den Kopf schüttelst?
00:37:24: Was du irgendwie nicht mehr nachvollziehen kannst oder was hast du?
00:37:26: Finde ich
00:37:31: eine schwierige Frage.
00:37:32: Eigentlich würde ich alles wieder machen.
00:37:38: Ich bin immer noch die gleiche wie damals.
00:37:45: Ich könnte mich auch heute noch quälen aber jetzt habe ich keinen Grund mehr.
00:37:49: Aber von dem her nein, ich bin mega dankbar für meine Karriere und ich würde auch die Fehler nochmal so machen wie sie gemacht haben.
00:37:57: Weil am Schluss ist das alles natürlich vielleicht mal ein klein Umweg aber der Umweg hilft dann eben zum etwas davon zu lernen.
00:38:08: Was ist das größte Missverständnis über den Ironman Sport dass die Leute vielleicht haben?
00:38:13: Ich weiß nicht, wie viele Ironman-Athleten haben wir hier drin.
00:38:16: Ja, ich frage Sie mal auf, wer hat schon einmal einen Ironman gemacht?
00:38:20: Doch einig... Oh ja!
00:38:23: Sehr
00:38:24: sportliches Publikum!
00:38:27: Ja also können wir danach noch Sie fragen oder...?
00:38:32: Genau, die Fragen sind ja nachher noch offen vielleicht.
00:38:37: Also ich kann jetzt nur für mich sprechen.
00:38:39: aber Ironman ist natürlich alles extrem tough.
00:38:44: wird das angeschaut.
00:38:45: Es ist tough, aber ich würde jetzt mal sagen man muss kein Masochist sein um das zu tun.
00:38:52: also viele haben auch fragen mich dann ja du musst es ja so geliebt haben zu leiden.
00:38:57: aber ja es ist nicht so dass ich täglich gefeiert habe aber genau es war mehr der Weg zum Ziel.
00:39:05: glaube das ist so manchmal ein Missverständnis.
00:39:09: gibt es etwas was du an der Disziplin ändern würdest?
00:39:13: Ich habe nicht so viele Sportarten in meinem Leben ausprobiert, dass ich jetzt sagen könnte da wäre auch gut gewesen.
00:39:18: Also ich bin eigentlich zufrieden mit den drei.
00:39:22: Bin auch froh das es drei waren.
00:39:23: dann hat man ein bisschen Ausgleich also schon auch eigentlich ein schöner Teil vom Sport, dass es auf dem Körper ist natürlich belastend.
00:39:33: Wir reden von vielen Stunden und Kilometer aber Meistens geht es gerade aus, das ist auch schon mal ein Vorteil.
00:39:41: Also für die Gelenke auch ein bisschen und ja ist trotzdem recht abwechslungsreich.
00:39:47: also auch dass der Tag nicht jeder Tag gleich beginnt.
00:39:51: Ist eigentlich schon ein schöner Teil vom Sport.
00:39:55: Wenn wir jetzt gesehen haben wie viele hier drin schon einen Iron Man gemacht haben kannst du vielleicht noch verraten?
00:40:00: Wie ist dir am Tag danach jeweils ging?
00:40:05: Kommt drauf an!
00:40:07: Nicht immer super.
00:40:09: Treppenlaufen war sicher nicht so angenehm, es kennen sich alle die schon mal einen Almen gemacht haben und ja das ganz ehrlich war meistens mental total am Ende.
00:40:21: also ich war immer extrem müde auch wirklich fast eine Woche lang
00:40:26: Egal ob du gewonnen oder...
00:40:28: Ja wenn du gewinnst hast du zwei Tage auf dem High Und dann kommt es low, aber das Tief kommt eigentlich immer.
00:40:38: Also ich glaube es hat schon auch damit zu tun weil es ja nicht nur den Körper der man wirklich braucht sondern auch das Mentale.
00:40:46: und für mich war schon auch zu wissen du gehst an einen Rennen also ich habe mich vorbereitet als ich gehe da raus und egal was passiert das ziehst Du durch und ich bin schon auch meistens mit der Einstellung ins Rennen gegangen.
00:41:01: hey egal.
00:41:02: also wirklich so Ja, ready to die.
00:41:06: Also ohne natürlich zu sterben zu wollen aber einfach ein bisschen mit der Einstellung wirklich all or nothing.
00:41:12: und ja das braucht dich mental enorm.
00:41:16: also da musst du zuerst mal wieder ein bisschen Energie sammeln und wenn du wirklich alles daraus da draußen lässt dann bist du auch im Kopf dann ein bisschen leer.
00:41:26: Wie lange dauert es?
00:41:27: Dann bist du wieder... Keine Ahnung, wie du voll trainieren kannst oder ich weiß nicht.
00:41:32: Wann du merkst dass das wieder so aufgefüllt ist?
00:41:35: Ja es ganz unterschiedlich.
00:41:37: also eben dass das gute daran ist dass bei mir dieses low war dann meistens okay.
00:41:42: also auch wenn ich gewonnen habe so nach drei Tagen war bei mir so ok.
00:41:47: jetzt muss ich aber wieder beweisen dass ich wirklich noch gut bin.
00:41:51: also es ist oder wenn du eine Woche nichts machst hab ich dann relativ schnell.
00:41:55: das hatte ich das Gefühl Wenn ich in Hawaii, also du hast ja vielleicht über die Saison so sechs bis sieben Rennen und für mich waren eigentlich alle Rennenaufbau für Hawaii.
00:42:08: Das heißt wenn ich im Juli Ironman Frankfurt gewonnen habe war das mega.
00:42:14: aber ich wusste mein Ziel relativ klar und das hat mir dann auch geholfen mental wieder Energie zu haben weil ich eben gewusst hab hey ich habe wieder ein Ziel Und körperlich, das ist dann ganz unterschiedlich.
00:42:27: Da muss man halt schon auch ein bisschen flexibel sein.
00:42:30: also es hat auch dann mal nach Kopenhagen, da hatte ich zwei Wochen mega Mühe mit dem Hüftbeuger und dann musst du halt einfach wirklich Geduld haben.
00:42:41: und da gab's Rennen, da hab' ich mich schon wieder mega gut gefühlt so vier-fünf Tage danach.
00:42:48: Also zum Teil auch erstaunlich wie schnell man sich erholt.
00:42:54: Aber es bedingt auch, dass man dann – also ich bin zum Teil dreimal am Tag irgendwie ein Kilometer geschwommen.
00:43:00: Einfach um dieses Laktat und all diese Schadstoffe auszuschwemmen.
00:43:06: und ja die Erholung oder was man für die Erhohlung macht, Massage, all das ist schon sehr wichtig.
00:43:16: Also kann man viel beeinflussen.
00:43:18: Und nachher weiß es natürlich anders.
00:43:21: Da war ich dann schon ein bisschen länger auf dem Hei und es war mir auch egal, wenn ich ein bisschen unfitt wurde.
00:43:27: Das war ja eigentlich das Ziel von der Rops.
00:43:32: Ist das denn der Moment des Sieges?
00:43:34: Reicht er oder triebt dich etwas anderes an über all die Jahre, die du solche Höchstleistungen gebracht hast?
00:43:46: Eigentlich ist der Sieg an sich sowieso nie Hilfe.
00:43:52: Ja, doch vielleicht das erste Mal.
00:43:55: Aber für mich war es mehr immer das Ziel besser zu werden als ich bin.
00:44:00: Also die ganze Karriere bei mir war immer so okay jetzt möchte ich mich wieder verbessern dann vielleicht einen neuen Coach gesucht und dann wieder versucht einen Schritt vorwärtszumachen Und... Für mich war einfach der Anspruch beim Rennen das Beste aus mir herauszuholen.
00:44:21: sozusagen dein Körper trainiert, du bist ready und dann geht es darum schaffst du es am Tag wenn sie eben zählt alles von dir ja abzurufen.
00:44:32: Und das sah ich immer als die Challenge und deshalb war es auch nie langweilig weil ist jedes mal eine Challenge und ich glaube wenn man nur für die Siege läuft Dann ist es dann so nach zwei, drei Mal... Ja, gibt's auch.
00:44:47: Es kann auch aus Motivationen gesehen werden, weil das Gefühl zu siegen ist auch enorm schön.
00:44:54: Das heißt, dass wir uns vielleicht ein bisschen süchtig machen.
00:45:02: Aber für mich war wirklich das Hauptziel immer Ich fand es so faszinierend wie der Körper eben von der Off-Season, wo man denkt, jetzt bin ich eigentlich wieder normal.
00:45:13: Jetzt kann ich achtundhalb Stunden durchpuschen und das hinzukriegen war immer jedes Jahr wieder eine Herausforderung.
00:45:21: Das hat mich auch angespannt da einfach meinen Bestes zu geben.
00:45:25: Und was ist mit dem Rekord, dass noch ein Wehm Titel gebraucht wird um den Rekorder zu egalisieren?
00:45:32: Von wem?
00:45:33: Ähm, Natascha nicht?
00:45:37: Ja, stimmt.
00:45:38: Es gibt ja noch eine, also die hat ja Paula Newby-Fresser, hat acht glaube ich.
00:45:44: Ich habe ja die Fragen schon gesehen aber... Also ich hab es gar nicht gewusst.
00:45:49: Also ich weiß dass Nataschia sechs hat, aber für mich ist das nie mein Ziel.
00:45:57: Von dem er nein ist, juckt mich nicht!
00:46:00: Ich bin happy mit meinen Siegen und ich glaub Ich glaube, für mich war jeder Sieg so speziell.
00:46:09: Und ich habe immer eben das gefeiert, dass es für mich etwas mehr ein Erlebnis ist und auch wie du dann mit dem Team gefeuert hast.
00:46:18: Einfach das Gefühl, du hast es auf den Punkt gebracht!
00:46:23: Ich fand das das Coolste daran.
00:46:26: Auch wenn ich zweite Worte habe, alles aus mir herausgeholt Für mich bedeutet das Rennen genau gleich viel wie letztes Jahr danach.
00:46:38: Deshalb ist es für mich nicht jetzt so, wer hat mehr Titel?
00:46:42: Sondern wer haben mehr Memories?
00:46:43: oder gar nicht einen Vergleichen sondern einfach ich bin so voll von tollen Momenten meiner Karriere dass ich happy bin.
00:46:51: Ja eben du hast so viele solche Momente erlebt.
00:46:55: aufgeben gehört nichts dazu aber wie schwierig ist das wenn man das dann mal machen muss?
00:47:03: Für mich war es immer so, dass das Motto aufgeben ist keine Option.
00:47:08: Es hat mir eigentlich auch sehr geholfen weil ich daneben in Momenten wo es schwierig war gar nicht überlegt habe ja soll ich jetzt aufhören oder nicht sondern es war einfach klar okay ich muss irgendwie ins Ziel kommen und dann eigentlich mehr der Fokus auf wie komme ich ins Ziel anstatt zu belegen ob ich jetzt aufführen soll.
00:47:24: also das hat mir halt eigentlich immer geholft und klar es kann mal sein dass der Körper nicht mitmacht.
00:47:33: Bei mir war das in Frankfurt am Ironman einmal der Fall, wo ich unter der Kühlung war.
00:47:40: Da bin ich auf dem Bike eingefroren und schon nicht eingefronen, aber es hat sich so angefühlt.
00:47:50: Ich konnte nicht mehr Rad fahren.
00:47:52: Es war dann wirklich mehr so nach, glaube ich, schon vierzehn Kilometer weil das Wasser war extrem kalt und die Luft war irgendwie elf Grad.
00:48:02: Ich glaube,
00:48:03: das war schwierig.
00:48:05: Aber am Schluss gibt es die Momente.
00:48:09: Für mich war da wichtig, dass ich gerade weiter geschaut habe und zwei Wochen später wieder einen Rennen gemacht habe.
00:48:16: Challenge Roden hat sie dann gewonnen.
00:48:17: Es war für mich so okay einfach weiterfahren, nicht zu rückschauen.
00:48:23: Das waren gute Lösungen, da weitermachen.
00:48:28: Für mich war immer der Gedanke aufzugeben, ist eigentlich relativ einfach.
00:48:33: Aber damit umzugehen, dass man aufgegeben hat, ist eben schwierig und das war immer in meinem Kopf, es ist schwieriger wenn du dann mit diesem Gefühl ja was wäre gewesen wären?
00:48:46: ich wollte nie.
00:48:48: wie sagt man Regrets Was sagt man?
00:48:53: Also,
00:48:53: Reue.
00:48:54: Genau, Reuen haben und so habe ich meine Rennen bestätigt, dass ich einfach gesagt habe, ich versuche immer mein Bestes und auch wenn es schlecht ist dann versuche ich immer noch mein Bestest zu geben.
00:49:07: Dann ist das okay weil... Ich glaube, da ist es auch viel einfacher damit umzugehen.
00:49:11: also Hawaii wo ich da irgendwann mal ins Ziel gekommen bin nach neun Stunden oder neun halb Wo ich da mit dem Magenproblem hatte.
00:49:20: Ja, es war für mich der schwierigste Teil beim Rennen da noch weiter zu machen.
00:49:25: Auch wenn du weißt das läuft überhaupt nicht.
00:49:28: aber ich kam ins Ziel und ich hatte keine Sekunde ein schlechtes Gefühl danach weil ich wusste... Es war einfach so!
00:49:37: Ich habe alles versucht und ich muss mir dann auch keine Vorwürfe machen.
00:49:42: So mein Learning dass es immer besser ist zu versuchen.
00:49:46: klar Wenn man sich die Bänder reißt, muss man nicht noch ein Marathon drauflaufen.
00:49:54: Vielleicht ist das dann eher weniger gut.
00:49:57: Aber wenn alles noch in Takt ist, lohnt es sich durchzuziehen?
00:50:02: Ja.
00:50:03: So einen Moment auch als du ... Das war, glaube ich, im Jahr zwei Tausendundachs mit der Quale.
00:50:10: Noch vor dem Schwimmen von einer ... Koal, wie sagt man gestreift wird?
00:50:17: Das hat geschmerzt.
00:50:21: Wie war da auch keine Entscheidung?
00:50:23: Einfach nur, wie schaff ich das?
00:50:25: oder erzähl doch noch mal ein bisschen von diesen
00:50:27: Stellen?
00:50:27: Ja, also doch!
00:50:28: Da muss ich es zugeben.
00:50:28: Da hatte ich mal kurz ein paar Gedanken, ob ich jetzt da aufgeben soll.
00:50:32: Ich glaube zwar eine der wenigen Rennen wo ich wirklich mir überlegt habe, vielleicht muss ich kurz auswohlen.
00:50:40: Ich war am Start im Wasser und ging etwa dreißig Sekunden noch zum Start.
00:50:47: Mir hat mich eine Quale unter den Achselhöhlen getroffen, also so wirklich unten durch.
00:50:53: Und mein erster Gedanke war, oh nein, mischt oder jetzt hab' ich ... Ich war enorm in Form, ich war schon sehr ... selbst oder zuversichtlich, dass es ein gutes Rennen war.
00:51:05: Am Renntag sowieso da bin ich immer mit gutem Selbsttrauen raus und dann habe ich gesagt okay nein das kann jetzt nicht sein und das war der erste Gedanken aber dann der zweite und er war circa eine halbe Sekunde.
00:51:18: danach habe ich gedacht ok vielleicht hilft mir ein bisschen auch mich auf, wie sagen wir, to fire myself up also dass sich da jetzt ein bisschen Feuer hab.
00:51:31: Ja, es hat sich dann auch so angefühlt.
00:51:33: Es war wirklich so ein bisschen wie Feuer unter den Armen und da ging's ja schon los.
00:51:38: Ich hatte nicht so viel Zeit zu mir überlegen.
00:51:40: Das waren nur dreißig Sekunden und da habe ich mich losgeschwommen weil ist ja klar die wenn der Schuss geht, da musst du los.
00:51:48: Und dann hab' ich sehr schnell bemerkt wie länger oder wie härterlich geschwommen bin, dass du mehr hast gebrannt Weil das Blut geht ja schön dadurch und verstreut dann alles in die Arme.
00:52:02: Meine Arme war wirklich taub, ich hatte nichts mehr gespürt.
00:52:05: Und dann kam kurz so ein Moment, okay ist das jetzt gefährlich?
00:52:09: So, wo ich mich gefragt habe, ich wusste nicht ob ich allergisch bin, ich hab eigentlich noch nie einen Glockenbiss gehabt... Da hatte ich ein Missenpanik, ich habe mir überlegt ok ja so sterben will ich schon nicht.
00:52:20: und da habe ich mal kurz mich umgeschaut weil die anderen waren erst alle weg.
00:52:25: also ich war eigentlich allein.
00:52:28: Da war ein Paddleboarder, also so einen Lifeguard.
00:52:31: Gerade nicht mehr.
00:52:32: und da habe ich gewusst okay ist gut.
00:52:34: wenn ich jetzt wirklich irgendwie in Oma ermächtigt werden würde oder einfach runter gehe er würde mich rausholen und das war so ok check life is safe.
00:52:45: und dann bin ich weiter geschwommen und hab so.
00:52:48: dann kam der nächste Gedanke wie schaffe ich das jetzt?
00:52:52: Und da kam schon in dem Moment habe ich mir gedacht Soll ich jetzt aufhören und ins Hotelzimmer gehen?
00:52:59: Also ja, Wein gehen oder einfach irgendwie versuchen dieses Rennen fertig zu machen.
00:53:05: Und muss man auch sagen ist mein Ziel war zu gewinnen und alle waren ja schon weg.
00:53:09: also es war eigentlich klar ich hatte keine Chance mehr.
00:53:13: und dann habe ich gedacht okay nein das jetzt da ins Zimmer zu gehen bringt mir auch wenig vor allem auch weil ich so viel investiert hab natürlich das ganze Team da diese Entscheidung getroffen, okay egal was sich zieht es einfach durch auch wenn ich siezehn Stunden habe, egal.
00:53:30: Und ab dann ging's eben einfacher.
00:53:33: also das war wirklich so... Ab dann war ich wieder auf einem Mission nicht mehr so Survival Mode und dann hab' ich irgendwie einfach diese ja wie sagt man sehr schmerzhaften, es waren glaube ich fast eine Stunde.
00:53:48: Ich kam mit irgendwie zwölf oder zehn Minuten Rückstand aus dem Wasser.
00:53:52: Es war weniger wie ich erwartet habe aber trotzdem natürlich sehr viel.
00:53:58: und da ging ja dann aufs Rad und dann plötzlich hat das Qualling Gift irgendwo gezündet und der Turbo hat eingesetzt.
00:54:11: Ich weiß nicht.
00:54:12: Die meisten kennen vermutlich das Resultat, aber für die, die es nicht kennen habe ich dann die Lucy Charles, die da am Anfang zehn Minuten vor mir war, eingeholt bin als erstes aufs Laufen und hab dann das Renn gewonnen und noch Streckenrekord gemacht.
00:54:27: also wirklich ja das Extremste eigentlich das Extremeste... Also für mich einfach das große Learning war du hast diesen kleinen Moment wo du überlegst, okay soll ich jetzt aufhören oder nicht und das Resultat ist so anders.
00:54:44: Also von vermutlich meinen Rennen, wo ich mich am meisten geschämt hätte dafür zu des Rennens, an den meisten Stolzbilden drauf und das zeigt dass eben kleine Momente manchmal die Entscheidung da nicht aufzugeben sich dann lohnen können.
00:55:01: ja für mich war das verrücktes Rennen was ich je hatte Und dann auch die Emotionen natürlich.
00:55:09: Ich
00:55:10: glaube, solche prägenden Momente haben vielleicht nicht ganz so im Auge der Öffentlichkeitsstacke gefunden, wo wir jetzt vielleicht die Geschichte nicht kennen oder so.
00:55:19: Hat es so wichtige Momente gegeben in deiner Karriere?
00:55:24: Ja, da gibt's natürlich viele.
00:55:26: Geht man nicht immer gerade zu Renzi Zett!
00:55:30: Schade.
00:55:31: War ja auch viel bei der NCZ, aber ich sag mal ... Nein!
00:55:36: Es gibt viele von der Zeit, wo ich noch gar nicht so bekannt war und die Leute sich ein bisschen weniger für mich interessiert haben.
00:55:46: Die Zeit, in der ich mit den Magenproblemen gekämpft hatte, war sicher eine davon.
00:55:52: Das war eigentlich die Zeit, als ich überlegt habe aufzuhören.
00:55:56: Wenn ich jetzt zurückdenke, bin ich froh, hab ich nicht dann aufgehört.
00:56:00: Das war im Frühling habe ich das Rennen gewonnen.
00:56:06: Mein erstes WTC-Rennen, also der Top-Level im World Cup und es war dann aber auch gleichzeitig gerade das Letzte weil ... Ich hab mir dann ein Magenvirus geholt und dann bin ich nach Hause, dachte okay in zwei Wochen ist alles wieder gut und dann ging's leider nicht so schnell wieder gut.
00:56:27: da hatte ich dann Small Intestinal Overgrowth, so Magendarm.
00:56:32: Einfach Problem muss ich jetzt nicht ins Detail gehen.
00:56:34: und dann noch mehr Probleme mit Ambiotika und alles.
00:56:39: Und ich war wirklich eineinhalb Jahre, war eigentlich out.
00:56:44: Ja in der Zeit ... Ich weiß gar nicht mehr genau was mich wirklich noch da ... Also ich weiß nicht wieso ich nicht einfach gesagt habe hey ich hab keine Lust mehr das glaubt es war irgendwo einfach in mir drin.
00:56:57: nicht gern aufgeben, was sicher mal auch schon ein Vorteil ist.
00:57:00: Aber auch weil ich den Sport einfach sehr gerne gemacht habe und da mit dem neuen Studium müssen wir ausgleichen konnte ich da irgendwo der Rang finden und dann die Gesundheit war irgendwann wieder besser.
00:57:16: aber in jeder Karriere gibt es diese Momente.
00:57:22: Wenn ich so zurückdenke wenn ich da aufgehört hätte Alle meine zehn WM-Titel hätte ich dann nicht gemacht.
00:57:28: Es ist schon extrem und gleichzeitig glaube ich, dass auch wenn ich einen anderen Weg gegangen wäre, der wäre sicher auch gut gewesen aber ganz anders gewesen.
00:57:40: Kommen wir jetzt langsam zum tatsächlichen Karriereende.
00:57:44: Wann hast du gespürt, dass du vielleicht nicht mehr bereit bist alles dem Sport unterzuordnen?
00:57:50: Ja, das war jetzt nicht so ein Tag, wo ich aufgewacht bin und gesagt habe, na, jetzt hab' ich keinen Lust mehr.
00:57:56: Das ist ja schon eher ein Prozess!
00:57:58: Ich glaub', das erste Mal, was ich jemals überlegt hab', will ich das noch, war... ...zwei Tausend Achtzehn nach dem Qualen bis Rennen.
00:58:06: Und zwar weil ich einfach nicht mehr wusste wie ich es noch toppen kann.
00:58:10: Es war wie so... Es gibt kein... Also niemals werde ich nochmal so einen... crazy Rennen zustande bringen.
00:58:21: Und irgendwo das war vermutlich schon auch ein bisschen mein Anspruch, dass ich irgendwie einfach diese ja extrem tollen Rennen so... Ich habe die Rennen immer so als Bild gesehen, dass sich ein Bild male und jedes Rennen ist ein bisschen anders und dort hatte ich das Gefühl, ich hatte das perfekte Bild.
00:58:39: Einfach weil es halt so speziell war und dann Ich glaube, dann ist das wie normal.
00:58:46: Dann bläckt man okay ja, nein ich bin immer noch motiviert und dann macht man noch ein Jahr, dann kann mir noch Covid.
00:58:54: Und ja, ich habe mich dann einfach ein bisschen auf andere Weise motiviert mit der Foundation, weil wir sich auch noch sprechen drüber so einen anderen Grund zu haben.
00:59:07: Ja, in dem Medienpräsent zu sein und das war irgendwie so hat mir auch geholfen oder auch noch einen anderen Purpose zu haben neben dem Sport irgendwas zurückzugeben.
00:59:17: Und das hat mich dann wie auf eine neue Art motiviert.
00:59:20: also ich glaube es war ganz wichtig dass sich da während der ganzen Karriere habe ich immer wieder andere Motivationen gefunden.
00:59:25: und Dann kamen zwei zwanzig und dann irgendwann hab ich mir schon ja macht man sich die Gedanken ob man das noch will und glaubt es leiden oder hart arbeiten auf den Ziel, das hat mir bis zum Schluss Spaß gemacht.
00:59:44: Oder eben Spaß ist vielleicht das falsche Wort aber war nicht das Problem.
00:59:48: Aber der Lebensstil ist halt schon sehr... Manchmal auch einsam oder ein bisschen isoliert weil man dann schon auf vielen Hochzeiten nicht hingehen kann.
01:00:04: Und ich glaube, das war irgendwann auch ein bisschen der Rauschlaggeber.
01:00:09: Wo ich dann im Jahr zwölf und zwanzig noch den Weltrekord ... Das war so das letzte Ziel oder eigentlich mein Ziel, wo ich irgendwo immer ein bisschen hatte aber nie gesagt habe.
01:00:20: Und wo ich das erreicht habe, hab ich schon gedacht, jetzt könnte ich eigentlich aufhören!
01:00:24: Es war so ein bisschen dieser Moment.
01:00:29: Der SESO habe mich dann auch entschieden, dass sich noch ein Jahr macht.
01:00:32: Ich bin ein Fan von, dass alles so kommt wie es muss.
01:00:50: Und ich glaube das ist wirklich eben wie ich vorhin schon gesagt habe, dass dann beides zusammenkam.
01:00:55: der Kopf war eigentlich früher fast schon ready den Schritt zu machen und der Körper.
01:01:01: Ich glaube, wenn der Kopf noch gewollt hätte, hätte ich eine Lösung gefunden.
01:01:05: Hätte auch noch weiter machen können.
01:01:07: aber für mich war dann irgendwann wirklich so, nein jetzt ist es gut und das ist auch die richtige Zeitpunkt.
01:01:14: Viele Sportler sagen mit dem Rücktritt, wie ein kleiner Teil von ihnen sterbe und kürzt sich einen Dokum über dich und dein neues Leben auch und du hast gesagt, du kannst jetzt eigentlich fast mehr Dich selbst sein.
01:01:26: Kannst Du das noch ein bisschen ausführen?
01:01:28: Ja... Ich bin extrem interessiert und mache auch gerne extrem viele Sachen.
01:01:38: Und ich glaube, das ist jetzt ... oder was ist das, was ich mit dem Spruch meine?
01:01:43: Dass ich mehr in meine Energie in verschiedenen Projekte reingeben kann die mich enorm erfüllen und vorher alles auf eine Karte zu essen ist auch extremerfüllend extrem befreiend, weil du einfach nur ein Ziel hast.
01:02:03: Aber ich glaube jetzt kann ich missen auch die ganze Seite vom Marketing eben auch meine eigenen... also jetzt haben wir das Ride & Vino, den Event wo wir aufziehen mit meinen Freunden zusammen.
01:02:17: Und dann die Foundation, wo wir die Reise organisieren.
01:02:21: nach Kenya machen wir eine Bikesafari um Geld zu sammeln und ich habe.
01:02:26: immer schon hatte ich viele Ideen aber ich musste mich immer so ein bisschen okay.
01:02:30: nein fokus auf eben mein Job war schnell zu sein und ja jetzt kann ich das diese Seite schon viel mehr rausleben und das genieße ich auch.
01:02:42: Du hast kurz schon angedeutet, wie es mit der Foundation zustande kam, dass du etwas zurückgeben willst?
01:02:49: Kannst du noch ein bisschen mehr über dir erzählen?
01:02:52: Ja, eigentlich hat der Start sehr traurig aber gleichzeitig auch ein schöner... Also ja schön, dass ich das jetzt machen kann.
01:03:01: Aber ursprünglich habe Also mein Vater war viel in Kenia und auch meinen Stiefmami ist in Nairobi aufgewachsen.
01:03:11: Und als er vor drei Jahren von uns gegangen ist, wollte ich dort etwas zurückgeben.
01:03:19: Er war Bergführer.
01:03:24: Kilimanjaro ist zwar nicht wirklich in Kenya aber hat ihn irgendwie siebzigmal bestiegen und dann hat auch viele Trackingtours in Kenja gemacht.
01:03:34: Also er hatte da einen Unfall und eigentlich so hat es angefangen, dass wir das Geld für das Krankenhaus bezahlen mussten.
01:03:47: Dann haben wir irgendwann abgeschrieben und plötzlich kam von der Versicherung das zurück.
01:03:53: Und dann habe ich zu meinem Stiefmann gesagt, hey, eins mal für was Cooles machen mit dem!
01:03:58: Dass sie dort aufgewachsen ist, kennen Sie zwei Projekte... Das war so eine Frau mit einem kleinen Mittagstisch.
01:04:05: Damals waren es etwa zwei hundert Kinder, die sie jeden Tag einen Mahlzeit zubereitet hat und ein Weisenhaus.
01:04:16: Und dann haben wir die unterstützt und sind dann aus Familie also mit meinem Stiefmami um meinen Bruder- und Schwester runter, um die Projekte zu besuchen.
01:04:27: Also dort waren es wirklich enorm Ja, mega berührende Momente auch zu sehen wie viel wir schon bewirken konnten mit relativ wenig Geld.
01:04:39: Und ja als ich dann eben meinen Vater gestorben ist, haben wir wirklich gesagt hey eigentlich sollten wir das größer machen.
01:04:47: und dann habe ich gefunden ich kann auch meine Plattform eigentlich nützen.
01:04:52: anstatt dass sich da einfach versucht damit meinen Mitteln zu helfen können wir ja das auch im größen Raum tun.
01:04:59: Und jetzt haben wir tausend Kids, die wir jeden Tag am Mittag eine warme Mahlzeit geben können.
01:05:07: plus haben wir verschiedene Projekte mit Schulen wie die Kids an die Highschool und Internat aus dem Slam bringen können und auch mit Erfri-Pads eine super Zusammenarbeitung in der Hygienartikel Mädchen in den Slums nicht haben.
01:05:26: Das heißt, wenn sie ihre Periode haben können sie vier Tage lang eigentlich nicht in die Schule und das kostet uns für Franken für ein Jahr und so können wir den Girls helfen, dass sie eben in dieser Zeit auch frei sind.
01:05:43: Eine ganz andere Welt, in die du dort eingetaucht bist?
01:05:47: Andere Projekte hast du auch schon angesprochen vorhin mit der Fahrradmarke Feld, wo du ja glaube ich immer noch hilfst das Rad weiterzuentwickeln.
01:05:56: Dann bist Du Investorin bei einer Sport-App und hast dort noch weitere Aufgaben.
01:06:02: Was von deinen Projekten war so?
01:06:03: Er nimmt erstens am meisten Zeit ein.
01:06:05: im Moment und wo bist du am meisten ins kalte Wasser geworfen worden?
01:06:12: Ja, ich glaube schon Office im Büroleben wissen.
01:06:15: Ich arbeite auch für Movers – das ist eine Sportbelohnungs-App.
01:06:21: Das heißt wir belohnen die Menschen, dass sie aktiv sind und die Leute können dann mit den Punkten, die sie sammeln, mit den Aktivitäten, bei uns eigentlich prä... Also wie meistens morgens kann man sie dann einkaufen oder tolle Preise gewinnen.
01:06:40: Dort mache ich auch, also bin ich zweimal in der Woche im Office und helfe da wirklich mit.
01:06:49: Ja schon nur mal das Microsofts wenn du da zehn Jahre nicht drin warst, dann wieder mal auf.
01:06:54: Das war schon eine Herausforderung.
01:06:56: Ich habe das Glück dass meine Freundin ziemlich gut darin ist in allem dem und hat sie mir da schon ein bisschen geholfen.
01:07:03: Und einfach ja frustrierende Sachen, wenn du plötzlich nicht mehr weiss wie ... Ja, ich meine das habe ich auch alles gelernt.
01:07:10: Ich habe ja auch studiert aber es ändert sich natürlich extrem schnell und irgendwie so Excel-Files dann zu machen mit meiner Geduld ist dann war da nicht immer ganz einfach.
01:07:21: Aber ja, ich finde es extrem wertvoll.
01:07:23: Ich mein, ich müsste ja das eigentlich nicht machen da ins Office zu gehen, aber ich find's mega bereichernd.
01:07:30: Ich lerne extrem viel auch und für mich ist wirklich so jetzt das Ziel Ja, irgendwo die Menschen zu motivieren einen guten Lebensstil zu haben gesund zu sein und ja fit ist relativ.
01:07:43: Es muss nicht Spitzensport sein aber einfach ein aktiven Lebensstiel zu fördern.
01:07:47: und das kann ich jetzt mit diesen verschiedenen Projekten machen.
01:07:51: und ja also mit Mouvre macht es extrem Spaß auch da wirklich im Office zu sein.
01:07:57: Und Bonus ist noch dass das neue Office irgendwie vierhundert Meter vom Wo meine Freundin wohnt, kann ich mit nicht beklagen.
01:08:06: Der Arbeitsweg ist sehr gut
01:08:08: machbar.".
01:08:11: Wir sind gleich zurück!
01:08:13: Journalismus live erleben – jetzt mit dem NZZ LIVE Podcast.
01:08:19: Damit hört ihr jeden Monat bis zu zwei Stunden der spannendsten Mitschnitte unserer Live-Veranstaltungen.
01:08:26: Ihr begleitet interessante Gespräche mit bekannten Persönlichkeiten, moderiert von unseren Redaktorinnen und Redaktoren.
01:08:33: Und das überall wo es Podcasts gibt oder ihr seid direkt vor Ort dabei!
01:08:39: Unser aktuelles Programm und alle Ticket-Infos findet ihr unter nzz.ch slash live.
01:08:48: Ja ich hätte noch viele weitere Fragen aber ich lasse jetzt Ihnen den Vortritt.
01:08:53: Viele Leistungssportler haben ja so Sportrituale die sie Sozusagen machen.
01:08:59: Haben Sie da so was?
01:09:01: Ja, ich habe nur ein Ritual!
01:09:03: Weil ich bin nicht Fan von Rituellen, weil die können dann auch sehr schnell einschränkend sein, wenn man da irgendwo Pasta in Japan sucht und nur Reiser bekommt ist das dann schwierig aber... Ich hatte einen Rituel und das hab' ich wirklich fast überall durchgezogen.
01:09:21: es war ein Glas vielleicht vermutlich nicht das was du jetzt denkst Ein Glas Rotwein, zwei Tagsporten rennen.
01:09:30: Natürlich nicht so ein großes, sondern schon ein bisschen in Moderation.
01:09:35: Aber ja das war wirklich vielleicht... also ich meine klar Alkohol ist nicht gut.
01:09:40: aber es ging da mehr um den Moment auch mit dem Team einen kleinen Moment zu haben.
01:09:46: die Nerven waren meistens sehr angespannt eben wenn man weiß so viel.
01:09:51: Auch daran hängt, dass eben die Leistung dann stimmt am Tag X. Und das war so ein kleiner Moment auch ... Das Team noch wieder ermissen zusammenzukommen.
01:09:59: Meistens war das Team jetzt zum Beispiel einfach meine beste Kollegin und ich.
01:10:03: Es war nicht immer so ein Riesenteam aber einfach das Ermissen zu feiern.
01:10:09: Ja?
01:10:09: Das hab' ich wirklich.
01:10:10: Aber das ist ja mehr so ein soziales Event.
01:10:12: Ich mein so ein individuelles Ritual, das man alleine, dass man immer machen muss... Ronaldo immer mit dem linken Fuß aufs Fett zuerst oder wie auch immer.
01:10:21: Egal, so...
01:10:24: Nein es war schon mein Ritual!
01:10:25: Wenn ich das nicht gemacht habe, hab' ich nicht ein gutes Gefühl gehabt.
01:10:31: Nein sonst hatte ich kein anderes.
01:10:33: Das wäre ruhiglich mein einziges.
01:10:35: Ich möchte noch mal auf die Quali zu sprechen kommen.
01:10:39: War das mit den Rennen dann wirklich einfach alles erledigt?
01:10:42: Oder gab's da keine längerfristigen Nachwirkungen?
01:10:47: Doping, nachgewiesenes Doping das man hätte feststellen können oder zumindest war es dann einfach weg aus dem Körper?
01:10:54: Also Doping war sicher nicht weil ich wurde danach ja kontrolliert und das hätte dann schon angezeigt.
01:10:59: aber ich würde jetzt mal annehmen dass das nicht auf der Liste ist.
01:11:04: Und ja nein also natürlich hatte man natürlich eine kleine Narpe aber sonst ... ist ja vor allem im Moment, wo es einfach brennt und auch die Unsicherheit halt zu... ich konnte ja nicht mal schauen wie mein Arm aussieht.
01:11:21: Also das war dann eigentlich das erste Mal, wo ich hinschauen konnte, da ich aus dem Wasser kam.
01:11:27: Und von daher war das nichts lebensbedrohlich.
01:11:30: Es ist einfach ein sehr ungünstiger Moment wenn man die Arme braucht.
01:11:34: aber nein, ich hatte keine Schäden davon.
01:11:38: Wie konntest du am Wegkampftag mental stark bleiben?
01:11:43: in dem ich mir immer überlegt habe, weshalb ich es mache.
01:11:48: Also was sportet mich an?
01:11:51: Wieso bin ich eigentlich hier?
01:11:52: und das war für mich oft einfach... Ja weil wenn man so am Leiden ist denke ich es wichtig zu wissen, man macht das nicht für jemand anderes sondern für mich war es immer für mich selber Ja, einfach Schritt für Schritt zu gehen.
01:12:10: Also nicht zu weit vorauszuschauen sondern wirklich im Moment zu sein und dann einfach zu belegen jetzt noch bis zum nächsten Kurve oder bis zum nächstem Kilometer und so eigentlich Schritt für Schritte sich zu motivieren hat mir immer sehr geholfen.
01:12:30: Noch eine weitere Frage.
01:12:32: Du warst ja viel verletzt in der letzten... Zeit bevor die Karriere endete.
01:12:38: Und ich bin selber triathleting, aber im Sprint
01:12:42: und
01:12:43: ich bin momentan seit zwei Jahren verletzt und es manchmal etwas schwierig wieder in den Kurs zu kommen und immer motiviert zu bleiben.
01:12:52: Aber ich bin es immer noch, aber trotzdem denke ich manchmal ist es schwierig wieder sich aufzuraffen und weiterzumachen.
01:13:00: Ja, das tut mir leid, dass du verletzt bist.
01:13:02: Also ich glaube die vielleicht hilft dir die Story ein bisschen wo ich da eineinhalb Jahre auch Schwierigkeiten gehabt habe.
01:13:09: Ich glaub so lange es dir immer noch Spaß macht und die Sportart gerne machst dann unbedingt weiter kämpfen.
01:13:18: Wo ich verletzt war, habe ich schon versucht verschiedene Lösungen zu suchen.
01:13:23: Das ist natürlich auch wichtig.
01:13:24: Also nicht einfach durch die Verletzung durchzutrainieren sondern versuchen herauszufinden wo das Problem ist und da könnt ihr sicher Ärzte oder Coaches helfen und dann hoffe ich dass du diese Zeit wirst.
01:13:38: Und eigentlich jede schwierige Zeit kommt nach jeder schwierigen Zeit wieder eine gute Zeit.
01:13:44: Das hat mir auch immer geholfen Dass du dich an dem festhalten kannst.
01:13:53: Wenn du jetzt auf deine Karriere zurückblickst, insbesondere in den... Also zum Beispiel als du von der Kurse zu lang des Sands gewechselt bist und noch so ein bisschen Underdog warst oder als du deinen ersten großen Sieg zum Beispiel im Jahr ist, mit dem zweiten Platz gefeiert hast, hast du dort mal irgendeinen Ratschlag oder einen Tipp von irgendjemand bekommen?
01:14:17: denn du extrem wertvoll fandest und auch für die der Rest deine Karriere geblieben ist.
01:14:24: Also sei das von einem Coach oder von einem Familienmitglied?
01:14:31: Ja, mein Coach hat mir sicher sehr viel geholfen im mentalen Bereich und ich glaube ein Tipp war... eben dass ich mir den Druck selber mache und eigentlich nicht mich beeinflussen lassen soll, was die anderen denken.
01:14:52: Das muss ich mir immer wieder in Gedanken zurückholen weil es schon natürlich auch wenn man dann mal gewonnen hat spürt man einen Druck.
01:15:03: das wirklich sicher so und deshalb ist es umso wichtig, dass man immer wieder sich überlegt Du machst, wieso machst du es für dich selber?
01:15:14: Und wenn man Druck spürt ist das oft eben der eigene und ich glaube da hat mir geholfen eben einfach zu versuchen das Beste zu geben.
01:15:26: Das war auch ein guter Tipp.
01:15:27: also fokussiere ich auf den Effort nicht auf das Resultat.
01:15:35: Geht man ziemlich schnell falsch, weil ganz oft ja ich habe das ja dann auch irgendwann gewusst.
01:15:41: Ich will ja gewinnen.
01:15:43: also dann fokussiert man sich auf den Sieg.
01:15:45: aber das Problem ist du kannst den Siegen eigentlich nicht beeinflussen.
01:15:50: Du kannst nur deine Leistung beeinflossen.
01:15:53: Und es hilft nicht, sich auf etwas zu fokussieren was man nicht beeinflussen kann sondern viel besser wenn man sich eben auf die Leistung focusiert.
01:16:06: und dort hat man auch ja da kann man es eben drehen weil man einen Einfluss hat.
01:16:13: Es gibt eine schöne Definition eines Champions und die lautet ein Champion knows how to suffer longer.
01:16:23: Ich glaube, das trifft auf dich zu.
01:16:26: Ja, das kann definitiv so sein.
01:16:28: Würde ich auch angeschrieben.
01:16:30: Danke!
01:16:32: Das gehört natürlich dazu ja.
01:16:35: Gibt es ein sportliches Projekt für alle?
01:16:39: Jonas Deichmann, den würde ich interessieren.
01:16:43: Einmal ums Mittelmeerfahren mit dem Velo oder Rennen oder irgendetwas...
01:16:48: Nein, Hochdeutsch.
01:16:52: Im Moment nicht!
01:16:55: Meine Ziele sind wirklich mehr in den Projekten, die ich jetzt drin bin mit den Star-Ups und auch die Foundation weiterbringen, Kids zu helfen.
01:17:05: Aber ja sportlich würde ich das so wie ich jetzt... In der Fitness, wo ich jetzt bin, würde ich mir das glaubt keinen Spaß machen.
01:17:13: daum was hast du gesagt um das Mittelmeer zu radeln.
01:17:17: Ich weiß gar nicht ob das geht, vermutlich nicht.
01:17:21: Wie gewichtest
01:17:22: du deine Ernährung bei den Erfolgen?
01:17:25: Ja es hat definitiv einen großen Einfluss.
01:17:29: Ich weiss jetzt nicht ob du Zahlen willst aber sag mal wenn ich das jetzt in Zahlen ausdrücken müsste von Training, Erholung und Schlaf ist vielleicht der Nährung zwanzig Prozent.
01:17:45: Also schon ein wichtiger Teil, weil am Schluss ist das was du in dich reingeht, dass es mit dem kann dein Körper arbeiten und wenn da nur schlechtes Zeug reingehen dann kommt auch nichts Gutes raus.
01:18:02: Und was war das gute Zeug, das rein ging?
01:18:07: Ja also ich war immer ein großer Befürworte für möglichst natürlich.
01:18:15: Man muss ein bisschen unterscheiden, ich finde Ernährung ist extrem komplex aber ich versuche es möglichst simpel zu halten und man muss unterscheide zwischen Performance also kurz vor dem Training oder Wegkampf und ich würde mal sagen am Wegkampfer ist gar nichts gesund was man da nimmt.
01:18:32: Zu allgemeines Leben das heißt wie ist man ein gesund Mensch und somit auch gesunder Athlet?
01:18:41: Wenn man den Aspekt eben gesunder Athlet anschaut, dann würde ich sagen möglichst viele Gemüse, möglichst farbig, möglichst viel Protein.
01:18:51: Gute Fette, Nüsse und die Kohlendrate eigentlich nur wenn man sie
01:18:58: braucht
01:18:58: also für Fortentraining und dann auch gewisse natürlich Nachtentrainen aber so... Die Kohlentrate sind die, die man Je nachdem wenn man sechs Stunden trainiert, muss man viel mehr Kohlendrat essen wie wenn man eine Stunde trainiert.
01:19:14: Aber der Rest ist eigentlich für alle ähnlich.
01:19:17: also klar das Protein geht da noch ein bisschen hin und her aber einfach so Prinzip und performance orientiert es dann einfach.
01:19:26: Kohlhinderate und auch Zucker.
01:19:28: und das heißt dass auch der Grund wieso ich vor dem Training auf den Rappul getrunken habe Einfach vor dem Training willst du die Energie und du willst die Kohlendrate, so habe ich auch viel mal einen Kuchen gegessen.
01:19:42: Einfach am Schluss wenn du die Energien nicht hast kannst du sie nicht leisten.
01:19:46: Und im Weckkampf ganz extrem da ist das wirklich ... also da haben wir... Ich hab da bis zu hundertfünfzig Gramm Kohlentrate pro Stunde zu mir genommen, also das ist enorm!
01:19:57: Eben hat das halt nichts mit gesund zu tun sondern es einfach um die Leistung abzurufen.
01:20:04: Das macht man ja auch nicht jeden Tag.
01:20:06: Die kleine Schweiz ist ja eigentlich recht visibel auf dem internationalen Parkett im Triathlon-Sport.
01:20:12: Was bräuchte es aus deiner Sicht, dass man auch mal drei Schweizer auf den Podest zieht wie erst in Norwegen gegangen ist?
01:20:21: Machen wir genug für den Sport?
01:20:23: Hast du dich immer genug unterstützt gefühlt mit der Infrastruktur?
01:20:27: Ja das sind eine schwierige Frage und auch sehr politische Fragen.
01:20:31: natürlich Ja, ich glaube drei Sportler auf einem Podium an der WM zu haben ist schon sehr ein Check-Pot.
01:20:39: Ich glaube wir können uns ziemlich stolz oder wir können sehr stolz sein auf die Athleten, die wir haben.
01:20:47: Wir haben wirklich eine enorm hohe Qualität sicher auch tolle gute Radfahrer was im Triathlon auch wichtig ist und jetzt eigentlich ja eine lange Zeit mit Natascha, Nikola Schwierig Und jetzt haben wir auch noch viele junge Athletinnen und Athleten, die kommen.
01:21:09: Es ist immer extrem schwierig.
01:21:13: Wenn man in ein öffentliches Bad geht in der Schweiz, ist man weniger willkommen wie in Australien oder Amerika.
01:21:20: Oder vielleicht auch in Norwegen.
01:21:24: Das braucht ... Ja, der Sportler ist in der Schweizer, wenn er noch ... Ja, noch nicht so gut ist.
01:21:32: Ist es manchmal vielleicht ein bisschen schwieriger da Ausnahmen zu erhalten?
01:21:38: Ich glaube wir sind sehr gut in einem Konzept und wir haben auch gute Clubs und ich glaube die muss man ja ist das wichtig dass man die fördert und da auch gute Coaches hat.
01:21:48: also ich glaub die Coaches sind dann auch wichtig was es denn eben auch gute Athleten gibt.
01:21:55: aber ich würde jetzt nichts sagen Wir haben nicht einen schlechten Nachwuchs, also ich bin da sehr zuversichtlich.
01:22:04: Hallo!
01:22:05: Ich möchte nur fragen nach einem Rennen.
01:22:08: hattest du eine spezielle Belohnung die du dir gegeben hast?
01:22:14: Also ich würde nicht sagen Belohnungen weil ich finde es dann schon recht hartes Rennen dass sich dann mir das... Also, meinst du jetzt mit Essen oder so?
01:22:23: Oder einfach irgendwie.
01:22:25: Also was ich immer Lust hatte nach dem Rennen war logischerweise wenn du acht und ein halb Stunden nur Zucker ist das etwas Salziges also ein Burger und Pommes war eigentlich wirklich im Ode Pizza war so das Highlight Und sonst ja... Ich finde immer Belohnung bisschen schwierig, weißt du es heißt dass du vorher eigentlich nicht durftest von dem er okay Ja, ich sah die Belohnung einfach so in einem schönen Moment irgendwo essen gehen mit dem Team oder der Familie.
01:23:02: Meine Familie ist auch viel mitgekommen und das einfach zu genießen, den Moment zu geniessen und da ein bisschen relaxed zu sein aber jetzt nicht irgendwie dass ich mich da... irgendwo einkaufen.
01:23:15: Also doch, wo ich nach achtzehn war oder so habe ich mich noch anders motiviert?
01:23:20: Da war ich einmal am World Cup und da gibt es Preisgeld bis zum fünftzehnten Platz und ich war auf dem sechzehnten Platz.
01:23:28: Und ich hab gewusst wenn ich die noch holt dann kann ich mir einen Paar irgendwie mit Sixty Jeans kaufen.
01:23:35: Habe ich alles gegeben, hab's geschafft!
01:23:40: So kleine Tricks sind wichtig, aber sonst darf man sich auch so uns belohnen.
01:23:52: Bezüglich den Männern, vor allem nimmt es mich manchmal wundern, wohin die ganze Reise noch geht mit den Zeiten.
01:23:59: Also heute wenn du nach forty-fünf Minuten nicht rauskommst, nicht vier Minuten Rad fährst mit fourhundertzwanzig Watt und dann zwei fünfundreißige Läufe dann wirst du durchgereicht.
01:24:10: Irgendwann ist das mit der Nutrition, den Aerodynamik und den Carbon-Juhen irgendwie erledigt.
01:24:16: Wohin geht die ganze Reise noch?
01:24:18: Woher kann man sich noch entwickeln?
01:24:21: Und ich finde es manchmal auch ernüchternd wenn du nicht in der Lage bist eben diese zwei... ...fünfundreißig zu laufen oder zwei vierzehn von mir raus Dann wird es durchgereicht und du kannst nach Hause gehen.
01:24:36: Das Rennen startet meist nach dem Fahrrad, bei den Männern insbesondere.
01:24:40: Und der gute Läufer gewinnt.
01:24:43: Ja, wohin geht das Ganze?
01:24:45: Auch bei einer Frau natürlich.
01:24:46: Kannst du jetzt übertragen mit ein bisschen anderen Zeiten?
01:24:52: Die Verbesserung ist schon extrem, ich glaube ... Das Schöne ist, man gewinnt nicht nur mit dem Laufen.
01:24:58: Es scheint vielleicht so, dass man die schnellen Laufzeiten haben muss aber schlussendlich muss man auch Rad fahren können und ich glaube das hat sich jetzt schon ein bisschen gezeigt, dass halt der Triathlet in der Langdistance extrem ausgeglichen ist.
01:25:13: also man kann keine Schwächen mehr haben.
01:25:15: aber ja da würde ich eigentlich nur sagen welcome to the Spitzesport!
01:25:20: Also ich glaube, das ist Teil davon.
01:25:25: Ja, ich habe das erlebt bei den World Cups.
01:25:27: Wenn du da nicht die Zweiundreißig-Dreiundreessig läufst auf zehn Kilometer dann bist du auch durchgereicht und es ist schon hart.
01:25:34: Das ist vor allem hart für die, die dann eben oft Fünfzehnte sind und eben nicht in die Preiskelder kommen und vielleicht auch nicht so spannend sind für die Sponsoren.
01:25:44: also... ...das ist so ja aber man wird jetzt nicht Spitzensportler wenn man kein Durchbeis vermögen hat.
01:25:55: Ja, ich glaube es zeigt halt also sicher die Materialentwicklung ist extrem faszinierend.
01:26:00: Aber ich glaub da jetzt natürlich mit der Ernährung haben wir auch nochmal... Ich meine die Kollenhydrate pro Stunde ist ja schon fast beängstigend wie man jetzt mit den neuen Pülverchen reinbekommt und von dem er es zeigt.
01:26:18: wirklich das Ja, ein Feintuning ist auf höchstem Level und das macht den Sport aber natürlich auch spannend.
01:26:27: Und es bringt auch extrem spannende Rennen weil man nicht weiß wer gewinnt.
01:26:32: Ich glaube das ist ja eigentlich für den Zuschauer das was man will dass es halt wirklich nicht klar ist außer vielleicht beim Christian aber er gewinnte auch nicht immer der Blumenfeld.
01:26:43: Vielen Dank zuerst für die gute Zusammenfassung bezüglich der Ernährung.
01:26:46: Ich arbeite im Spitzen- und Sportbereich, im Bereich Ernährungen.
01:26:50: Und ich fand das extrem gut zusammengefasst auch zu zeigen – man soll es auch etwas locker angehen weil was wir häufig sehen sind Athletinnen, die nicht genügend essen einfach auch im Zusammenhang mit dem Körperbild.
01:27:05: Genau meine Frage war noch, ich finde es enorm bewundernswert wie du diesen Übergang geschafft hast.
01:27:10: Man weiß von vielen Spitzenathleten, dass das nicht so einfach ist und man bis dahin einen Coach hat.
01:27:17: Und danach niemand mehr.
01:27:19: Ich nehme es wundert, ob du jemanden hattest, der dich begleitet hat in dieser Zeit?
01:27:25: Einen Coach oder eine Mentaltrainerin?
01:27:28: Also ich würde erstens sagen, dass die Zeit noch nicht ganz vorbei ist.
01:27:35: in dieser Phase, wo ich ja noch heraus bin wie viele Stunden oder wie viel Minuten Sport brauche ich pro Tag.
01:27:42: Wie will ich meinen Tag aufteilen?
01:27:46: Wer mir geholfen hat also vielleicht zuerst zu sagen es für mich war natürlich das auch nicht.
01:27:50: Ich glaube ist ein großer Unterschied wenn man mit Zweiundzwanzig aufhört.
01:27:56: Es gibt viele Sportarten wo vielleicht man zwischen zwei und zwanzig oder fünfundzwannzig schon aufhören muss weil es einfach Ja, die Sportler, das nicht erlaubt länger zu machen.
01:28:06: Ich glaube schon ein Vorteil ist, wenn man älter ist und etwas mehr herausgefunden hat was man will und was man nicht will.
01:28:13: Und ich würde jedem empfehlen natürlich da auch sich nicht zu früh aber schon auch Gedanken machen hey, was gibt es sonst noch?
01:28:23: Und ich glaube jetzt die Sportle, gut sind, die Lernen mit Social Media umgehen.
01:28:29: Das ist eigentlich Selbstvermarktung.
01:28:33: Wenn du das kannst dann kannst du auch ein Produkt vermarkten und es sind alles auch Learnings, die man dann eigentlich eins zu eins oder nicht ganz eins zu eines aber einfach ja wo man dann auch in einem Business umsetzen kann.
01:28:45: also von dem her würde ich immer den auch einen jungen Athleten empfehlen sicher sich Hilfe holen auch im Management auch immer ein bisschen mitgeholfen.
01:28:56: Ich wollte nicht immer, aber bei den Verhandlungen dabei sein und ich wollte wissen was wir sozusagen verkaufen, was wir geben oder zurückbekommen.
01:29:07: Das hat mir schon geholfen in dem Bereich mich weiter zu entwickeln.
01:29:12: Zu deiner Frage werdet ihr nach oder in dieser Zeit geholft?
01:29:16: Das sind ganz viele Menschen.
01:29:17: also von meiner Freundin zu meinen Freunden auch mit dem Coach ehemaligen Athleten, die schon zurückgetreten sind.
01:29:27: Da habe ich auch eigentlich viele meine Freunde, die eigentlich schon zurück getreten und ja... Ich glaube da ist ein Austausch sicher wichtig und auch keine Hemmung zu haben dazu zu fragen und ich glaube das kann aber auch einem Psycholog helfen oder es gibt ja Spezialisten, die einen in dieser Zeit helfen können wenn man nicht weiß was man machen möchte.
01:29:48: Aber für mich war's einfach mehr mein Umfeld.
01:29:52: Ja, ich würde schon immer noch als Prozess und das Leben ist ja ein Prozess.
01:29:57: Das ist ja nie abgeschlossen.
01:29:58: Ich glaube, ich werde auch nicht dreißig Jahre das machen was ich jetzt mache aber es wird sich auch entwickeln und man dann verschiedene Prioritäten setzen.
01:30:08: Aber danke für dass du das mit der Ernährung zustimmst!
01:30:14: Ja, das mit dem Prozess oder dem Leben, das immer weitergeht, ist doch ein gutes Schlusswort.
01:30:20: Wir sind damit am Ende angelangt.
01:30:23: Ich bedanke mich ganz herzlich bei Ihnen für Ihre Kommen, auch bei Daniela natürlich... ...für die offene Auskunft und wünsche Ihnen noch einen schönen Abend!
01:30:32: Danke!
01:30:38: Das war NZZ Live.
01:30:40: Vielen Dank fürs Zuhören.
01:30:43: Besucht unsere NZZ live-Veranstaltungen gerne auch vor Ort.
01:30:47: Wir laden euch herzlich ein zum Denken, Fragen und Mitdiskutieren.
01:30:52: Alle Infos zu den Tickets und zum aktuellen Programm findet ihr hier in den Show Notes.
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